Eduard Mörike: Lebewohl
"Lebe wohl"
"Lebe wohl" – Du fühlest nicht,
Was es heißt, dies Wort der Schmerzen;
Mit getrostem Angesicht
Sagtest du's und leichtem Herzen.
Lebe wohl! – Ach tausendmal
Hab ich mir es vorgesprochen,
Und in nimmersatter Qual
Mir das Herz damit gebrochen!
aus: Eduard Mörike, Gedichte, 4. vermehrte Auflage, Stuttgart 1867.