Friedrich de la Motte Fouqué: Undine
Diesseits des Waldes
„Diesseits des Waldes, ach diesseits, da zog mir das Elend entgegen. Meine Frau kam gegangen mit strömenden Augen wie zwei Bäche; sie hatte Trauerkleider angelegt.
„O lieber Gott“, ächzte ich, „wo ist unser liebes Kind? Sag an.“ – „Bei dem, den du rufest, lieber Mann“, entgegnete sie, und wir gingen nun stillweinend miteinander in die Hütte. Ich suchte nach der kleinen Leiche; da erfuhr ich erst, wie alles gekommen war. Am Seeufer hatte meine Frau mit dem Kinde gesessen, und wie sie so recht ...