Lesedusche

Friedrich de la Motte Fouqué: Undine

Gar sittig und still

Gar sittig und still hatte sich Undine vor und während der Trauung bewiesen, nun aber war es, als schäumten alle die wunderlichen Grillen, welche in ihr hausten, um so dreister und kecklicher auf der Oberfläche hervor. Sie neckte Bräutigam und Pflegeeltern und selbst den noch kaum so hochverehrten Priester mit allerhand kindischen Streichen, und als die Wirtin etwas dagegen sagen wollte, brachten diese ein paar ernste Worte des Ritters, worin er Undinen mit großer Bedeutsamkeit seine Hausfrau ...

aus: Friedrich Baron de La Motte Fouqué, Ausgewählte Werke, Ausgabe letzter Hand, 12 Bde., Halle 1841.

Friedrich de la Motte Fouqué

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Gar sittig und still
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