Friedrich de la Motte Fouqué: Undine
O, um Gott, Undine
„O, um Gott, Undine, wo sind meine Eltern?“ rief die weinende Bertalda.
„Du weißt es gewiß, du hast es erfahren, du wundersame Frau, denn sonst hättest du mir das Herz nicht so zerrissen. Sind sie vielleicht schon hier? Wär es?“ – Ihr Auge durchflog die glänzende Gesellschaft und weilte auf einer regierenden Herrin, die ihrem Pflegevater zunächst saß. Da beugte sich Undine nach der Tür zurück, ihre Augen flossen in der süßesten Rührung über.
„Wo sind denn die armen, harrenden Eltern?“ fragte ...