Lesedusche

Friedrich Schiller: Licht und Wärme

Der beßre Mensch tritt in die Welt

Der beßre Mensch tritt in die Welt
Mit fröhlichem Vertrauen,
Er glaubt, was ihm die Seele schwellt,
Auch außer sich zu schauen,
Und weiht, von edlem Eifer warm,
Der Wahrheit seinen treuen Arm.

Doch alles ist so klein, so eng,
Hat er es erst erfahren,
Da sucht er in dem Weltgedräng
Sich selbst nur zu bewahren,
Das Herz, in kalter stolzer Ruh,
Schließt endlich sich der Liebe zu.

Sie geben ach! nicht immer Glut,
Der Wahrheit helle Strahlen.
Wohl denen, die des Wissens Gut
Nicht mit dem Herzen ...

aus: Schillers Sämtliche Werke, Säkular-Ausgabe in 16 Bänden, hrsg. Eduard von der Hellen, Stuttgart 1904–05.

Friedrich Schiller

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Der beßre Mensch tritt in die Welt
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