Michelangelo Buonarotti: Sonette
Seliger Geist, der das zu Tode alte
Seliger Geist, der das zu Tode alte
Herz heißen Eifers mir im Leben hält
und der auf mich aus Tausenden verfällt
und Edleren, damit er mich erhalte;
warst du einst meinen Augen Gegenwart,
so sei's jetzt dem Gemüte; komm und tröste.
Hoffnung ist nicht geringer als die größte
Sehnsucht, wenn sie mir etwas Leid erspart.
Fürbitterin, der ich nun dankend schreibe;
doch wie soll jemals auszudanken sein
für deine Hülfen, die mir widerfuhren.
Dies ist ein Dank, mit dem ich Wucher treibe:
als gäb ich ...