Lesedusche

Seneca der Jüngere: Von der Seelenruhe

Nichts jedoch erquickt den Geist

Nichts jedoch erquickt den Geist so sehr wie treue und innige Freundschaft. Welch' ein Glück ist es, wenn dir Herzen bereitet sind, in welchen jedes Geheimnis sicher verborgen ist, deren Mitwissen du weniger zu fürchten hast als dein eigenes, deren Wort keinen Kummer lindert, deren Ausspruch dir Rat bringt, deren Heiterkeit deine Traurigkeit verscheucht, deren Anblick schon dich erfreut? Dazu nun wollen wir solche wählen, die, so viel nur irgend möglich, frei von Leidenschaften sind. Denn die ...

aus: Seneca, Vom glückseligen Leben, Auswahl aus seinen Schriften, hrsg. von Heinrich Schmidt, Leipzig 1909.

Seneca der Jüngere

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Nichts jedoch erquickt den Geist
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