Ludwig van Beethoven: Brief an Gräfin Anna Maria Erdödy / Sommer 1815
Meine liebe werthe Gräfin
Meine liebe werthe Gräfin!
Sie beschenken mich schon wieder, und das ist nicht recht, Sie benehmen mir dadurch alles kleine Verdienst, was ich um Sie haben würde. Ob ich morgen zu Ihnen kommen kann, ist ungewiß, so sehr auch meine Wünsche dafür, aber in einigen Tagen gewiß, sollte es auch nur Nachmittags sein. Meine Lage ist dermalen sehr verwickelt, mündlich mehr darüber, grüßen Sie und drücken Sie alle Ihre mir lieben Kinder an Ihr Herz. Dem Magister eine sanfte Ohrfeige, dem Oberamtmann ein ...