Stefan Zweig: Die Welt von Gestern
Eines Novembermorgens 1931 wachte ich auf
[Kapitel: Sonnenuntergang]
Eines Novembermorgens 1931 wachte ich auf und war fünfzig Jahre alt. [...]
Wäre es wirklich gut, fragte etwas in mir – ich war es nicht selbst –, wenn dein Leben so weiterginge, so windstill, so geregelt, so einträglich, so bequem, so ohne neue Anspannung und Prüfung? Ist sie dir, ist sie dem Wesentlichen in dir nicht eher unzugehörig, diese privilegierte, ganz in sich gesicherte Existenz? Ich ging nachdenklich durch das Haus. Es war schön geworden in diesen Jahren ...